Erklärung von Dedicated, Managed, Shared, Reseller Webhosting

Erklärung Dedicated Managed Shared Reseller Webhosting

Die Zahl der neuen Internetseiten, Foren, Onlineshops, Blogs und Co. nimmt jeden Tag rasant zu. Während es beispielsweise im Jahr 1992 gerade einmal 10 Webseiten gegeben hatte, waren es im Jahr 2000, also acht Jahre später, bereits 17,1 Millionen Webseiten, die weltweit online waren. Nur zwei Jahre später, im Jahr 2002, waren es bereits mehr als doppelt so viele, nämlich stolze 38,8 Millionen. Mittlerweile wurde eine Zahl jenseits der 1-Milliarde-Grenze längst überschritten und jeden Tag kommen neue Webseiten hinzu. Um eine Webseite betreiben zu können, braucht es aber vor allem eines: Hosting.

Zwar gibt es inzwischen auch unglaublich viele Internet-Service-Provider, allerdings kann man diese nicht alle über einen Kamm scheren, denn hier gibt es sowohl gute als auch schlechte Anbieter, aber auch ebenso gute und schlechte Angebote. Das Angebot ist inzwischen schier unendlich groß.

In erster Linie handelt es sich bei Hosting erst einmal um weit mehr als nur ein Paket, welches man bei einem beliebigen Provider buchen kann. Der größte Unterschied bei den verfügbaren Möglichkeiten wird in vier Bereiche unterteilt:

  • Dedicated Hosting
  • Managed Hosting
  • Shared Hosting
  • Reseller-Hosting

Was genau jeden Bereich ausmacht und was es dabei zu beachten gibt, das verrät der nachfolgende Ratgeber.

Webhosting Empfehlung

Dedicated Hosting

Das Dedicated Hosting ist der absolute King unter den Hosting-Angeboten. Bei einem Dedicated Server handelt es sich um ein vollkommen frei verfügbares System, über das der Kunde die absolute Macht hat. Ganz egal, was er machen möchte, er kann selbst darüber entscheiden. Hier hat der Administrator volle Rechte auf das System und ist von keinerlei Einschränkungen gehandicapt. Da man seinen Server beim Dedicated Hosting selbst warten muss, werden die vollen Root-Rechte auch unbedingt benötigt.

Für Einsteiger ist ein Dedizierter Server allerdings nicht zu empfehlen, da diese in der Regel im Umgang mit einem solchen System doch eher ungeübt sind und schnell das gesamte System zerschießen können. Nicht selten wird da mal vergessen, ein regelmäßiges Backup durchzuführen. Sobald dann auch nur eine noch so kleine Einstellung falsch vorgenommen wird, kann es mitunter schnell zu einem Systemausfall kommen. Wenn dann kein aktuelles Backup vorliegt, gehen unter Umständen viele wichtige, wenn nicht gar elementare, Änderungen verloren.

Beim Dedicated Hosting ist der wesentliche Vorteil, dass man den gesamten Server einzig für sich allein hat, man muss ihn also nicht mit weiteren Kunden teilen. Das bedeutet, die gesamte Leistung von Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte etc. steht zu 100 Prozent zur Verfügung.

Managed Hosting

Ein Managed Hosting Paket ist in etwa mit einem Dedicated Hosting Paket vergleichbar. Beim Managed Hosting hat der Kunde allerdings nicht die vollen Root-Rechte auf den Server, muss sich aber dennoch um die Wartung des Systems selbst kümmern. Wer zwar aufwendige und ressourcenlastige Projekte realisieren möchte, aber nicht extra einen Administrator für den Server einstellen oder sich selbst darum kümmern möchte, der ist mit einem Managed Server sehr gut beraten. In diesem Fall steht einem zwar die volle Rechenpower des Servers uneingeschränkt zur Verfügung, der administrative Aufwand wird aber durch den Internet-Service Provider übernommen.

Shared Hosting

Ganz anders als es etwa beim Dedicated oder Managed Hosting der Fall ist, steht dem Kunden beim Shared Hosting nicht der gesamte Server alleine zur freien Verfügung. Lediglich ein kleiner Teil des Systems wird zur freien Verfügbarkeit bereitgestellt. In etwa vergleichbar ist Shared Hosting mit dem Managed Hosting, da auch beim Shared Hosting der administrative Aufwand durch den Provider übernommen wird. Die Prozessor-Leistung, der Arbeitsspeicher und auch der Speicherplatz auf den Festplatten wird hingegen unter mehreren Kunden aufgeteilt, die sich die Leistung entsprechend des jeweils gewählten Hosting-Paketes untereinander aufteilen. Jede weitere Leistungssteigerung, wie etwa mehr Arbeitsspeicher oder mehr Webspace, werden dann vom Provider mit entsprechenden Zusatzkosten berechnet.

Die Zahl der Kunden, die sich einen Server miteinander teilen, kann von Anbieter zu Anbieter völlig unterschiedlich ausfallen. Handelt es sich um einen seriösen Anbieter, dann lässt sich etwa anhand der monatlichen Kosten der angebotenen Hosting-Pakete in etwa abschätzen, ob der Server sehr viele oder doch eher nur wenige Kunden beherbergt. Unter Umständen gibt der Anbieter sogar Aufschluss darüber, wie viele Kunden sich auf ein und demselben Server befinden. Aber warum ist es so wichtig, wie viele Kunden sich einen Server teilen?

Nun, je mehr Kunden auf einem Server liegen, desto mehr Projekte werden auch darauf realisiert. Je nachdem, um welche Projekte es sich dabei handelt und wie stark diese besucht werden, kann dies schnell das gesamte System deutlich in die Knie gehen lassen. Betreibt nun beispielsweise ein Kunde auf diesem Server eines oder gleich mehrere Browsergames, so zehrt dies deutlich mehr an den Ressourcen wie beispielsweise ein kleiner Mode-Blog, der mit nur wenig Systemleistung auskommt. Dennoch würde dann aber auch dieser kleine Blog eine sehr lange Ladezeit aufweisen.

Reseller Hosting

Das Reseller Hosting ist ein Bereich, welches sich in erster Linie an Agenturen richtet, die sich beispielsweise mit der Vermietung von Webspace-Paketen ihr Geld verdienen, oder aber an solche Agenturen, die sich auf das Designen und Coden von Internetportalen wie Homepages, Blogs oder Onlineshops spezialisiert haben, ihren Kunden aber auch gleich ein auf das jeweilige Projekt perfekt angepasstes Hosting-Paket mit an die Hand geben möchten. So hat die Agentur beispielsweise die Möglichkeit, ihren Kunden eine beliebige Anzahl an MySQL-Datenbanken, E-Mail-Adressen, FTP-Nutzern oder Webspace zur Verfügung zu stellen und dafür ganz eigene Preise anzusetzen.

Als Basis liegt dem Reseller Hosting in der Regel das Managed Hosting zu Grunde. Der Provider kümmert sich hierbei um die Einrichtung und Wartung des Servers und stellt der Agentur eine Software zur Verwaltung der eigenen Hosting-Pakete zur Verfügung. Der administrative Teil wird in diesem Fall also ebenfalls durch den Server übernommen und nicht durch die Agentur.

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